"Tamedia hat den Wunsch nach weiteren Kindern"

Martin Kall - Aufschlussreiche Aussagen am "Radio 24 Power Breakfast".

Rund 80 Medialeuten und Kunden folgten einer Einladung zum "3. Radio 24 Power Breakfast" ins Lake Side nach Zürich. Zu Rührei und exotischen Früchten reichten unter anderen Martin Kall, Vorsitzender der Unternehmensleitung Tamedia (Bild), und Andreas Meili, der neue Leiter Elektronische Medien, mundgerechte News-Häppchen mit einem Ausblick auf 2003. So startet nächstes Jahr in der Radiowerbung der neue "City Pool" mit den Radios 24, Basilisk, Extra Bern, Pilatus und als modulare Möglichkeit Radio Zürisee.

Seine Stimme sei vom Prince-Konzert noch etwas heiser, meint Richi Gasser, Leiter Verkauf und Marketing Radio 24, als er die Gäste zum Kraftfrühstück begrüsst und mit Stolz betont, dass 102.8 ab 1. Januar 2003 gleich bei zwei Werbepools mit von der Partie sein wird – dies nachdem Radio 24 dem "City Pool" fünf Jahre lang fernblieb. Somit kann das "Goldene Viereck" (Eigenwerbung) wieder spielen. Dabei handelt es sich neben Radio 24 um Radio Basilisk, Extra Bern, Pilatus und Zürisee, wobei 24 und Zürisee gemeinsam zusätzlich den "Zürich Pool" bilden. Gegenüber "persoenlich.com" informiert Gasser, dass sich die Tarife für 2003 nicht verändern werden. Das "Goldene Viereck" will der Verkaufs- und Marketingleiter auch zum Anlass nehmen, im nächsten Jahr einen "City Pool Award" zu vergeben. Dieser richte sich, so Gasser, an Kreative und soll mithelfen, Radiospots zu verbessern.

Mit einer Tagesreichweite von 30 Prozent dürfte der "City Pool" in der Deutschschweiz die Nummer drei sein, was die Reichweite betrifft. Felix Kilchsperger, Verkaufsleiter Radiotele, betont jedoch, dass in den Agglomerationen von Basel, Bern, Luzern und Zürich mit diesem Werbepool die besten Reichweiten erzielt werden. "Mit dem City Pool ist es möglich, auch bei kleineren Budgets flächendeckende Werbespots zu realisieren", meint Kilchsperger weiter.

Dem Anlass ein besonderes Gewicht gibt der Auftritt von Martin Kall (Bild), Vorsitzender der Unternehmensleitung Tamedia. In seinem Speech macht er sich stark für die elektronischen Medien: "Als ich im April bei Tamedia anfing, hatten viele die Hoffnung, dass jetzt endlich ein Printmann komme, der bei den elektronischen Medien aufräumt." Er habe dann die Zahlen von Radio 24 angeschaut und erkannt, dass es in der Schweiz nur ganz wenige Medien gibt, die so erfolgreich sind, und zwar auch in Bezug auf die Rendite. Mit Basilisk sei die Tamedia "eine richtige Senderfamilie". Und weiter: "Jetzt haben wir den Wunsch nach weiteren Kindern, auch wenn es stressreich ist." Die elektronischen Medien habe er bewusst auf die gleiche Stufe wie den Bereich Print gesetzt, obwohl die E-Medien im Vergleich sehr klein sind. Aber dort orte er Potenzial, erklärt Kall. Mit der Berufung von Andreas Meili zum Leiter Elektronische Medien "zeigen wir, dass wir Verantwortung übernehmen wollen".

Dem Anlass ein besonderes Gewicht gibt der Auftritt von Martin Kall (Bild), Vorsitzender der Unternehmensleitung Tamedia. In seinem Speech macht er sich stark für die elektronischen Medien: "Als ich im April bei Tamedia anfing, hatten viele die Hoffnung, dass jetzt endlich ein Printmann komme, der bei den elektronischen Medien aufräumt." Er habe dann die Zahlen von Radio 24 angeschaut und erkannt, dass es in der Schweiz nur ganz wenige Medien gibt, die so erfolgreich sind, und zwar auch in Bezug auf die Rendite. Mit Basilisk sei die Tamedia "eine richtige Senderfamilie". Und weiter: "Jetzt haben wir den Wunsch nach weiteren Kindern, auch wenn es stressreich ist." Die elektronischen Medien habe er bewusst auf die gleiche Stufe wie den Bereich Print gesetzt, obwohl die E-Medien im Vergleich sehr klein sind. Aber dort orte er Potenzial, erklärt Kall. Mit der Berufung von Andreas Meili zum Leiter Elektronische Medien "zeigen wir, dass wir Verantwortung übernehmen wollen".

Letztlich bittet Kall bei den Anwesenden auch um Verzeihung: "In den vergangenen zwölf Monaten ist einiges schief gelaufen. Ich möchte mich an dieser Stelle dafür entschuldigen. Wir werden 2003 wiederum einiges falsch machen. Und wir werden lernen müssen. Aber wir wollen aus unserem Bereich die erfolgreichste elektronische Mediengruppe der Schweiz realisieren. Wir haben den Willen dazu."

Andreas Meili (Bild), der seine verantwortungsvolle Aufgabe vor drei Monaten übernommen hat, erläutert, dass die Grundpfeiler der E-Medien-Strategie der Tamedia im wesentlichen Radio 24 und Radio Basilisk bilden, die jeweiligen Leader in ihren Märkten. Dabei seien die Akquisitionsfirmen Belcom und Medag neben den Programmschaffenden die "entscheidenden Säulen für unseren Erfolg". Mit einem Seitenhieb an die Konkurrenz macht der Leiter klar: "Mit dem City Pool wollen wir uns nicht an der Dumping-Politik der anderen Sender beteiligen."