.ch-Verleger Sacha Wigdorovits zeigt sich von der als Gegenmassnahme geplanten Lancierung einer weiteren Gratiszeitung durch die Tamedia unbeeindruckt. "Was wir jetzt aus der Teppichetage und von den Konzernjournalisten von Tamedia hören, ist das übliche Getöse, um uns und die Werbeauftraggeber zu verunsichern", erklärt Wigdorovits in einem Interview mit "persönlich rot". Martin Kall habe mit Express schon einmal einen neuen Titel angekündigt, und dann in letzter Minute trotzdem darauf verzichtet.
Das Blatt .ch wird über die Zustellfirma Direct Mail Company in Ständer vor Wohnsiedlungen gelegt. Wigdorovits hält die Haus-Frühzustellung für einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil gegenüber der Konkurrenz. Auch wenn Tamedia tatsächlich noch eine weitere Gratiszeitung lanciere, werde sie dieses Produkt nicht kopieren können. Dessen ungeachtet ist sich Wigdorovits der Schwierigkeit seines Unterfangens bewusst: "Machen wir uns keine Illusionen. Es wird ein langer und harter Abnützungskampf." Er habe aber bei 20 Minuten schon einmal dasselbe mitgemacht, für ihn sei ein solcher Kampf deshalb nicht neu.