Nach acht Jahren ohne Gesamtarbeitsvertrag (GAV) in der Printmedienbranche reden Verleger und Gewerkschaften wieder miteinander. Das Eis sei gebrochen, sagte Urs Thalmann, Geschäftsführer des Journalistenverbandes Impressum, am Donnerstag anlässlich des Jahreskongresses des Verbandes Schweizer Medien in Lausanne. Die Verleger machen jedoch unmissverständlich klar, dass die Löhne bei den Gesprächen über einen neuen GAV ausgeklammert bleiben. Das Ziel sei es, gemeinsam mit den Gewerkschaften einen Musterarbeitsvertrag auszuarbeiten, sagte Urs F. Meyer, Geschäftsführer des Verbandes Schweizer Medien.
Die Gewerkschaften hoffen dagegen, dass sie bei Lohnverhandlungen auf Ebene der einzelnen Betriebe ein Wort mitreden können. Die Verleger liessen klar durchblicken, dass sie auch dazu nicht Hand bieten werden. Der letzte GAV in der Printmedienbranche war 2004 abgelaufen. Seither herrscht in der Deutschschweiz ein vertragsloser Zustand. (sda)