Die Deutschschweiz hat eine fünfte Sonntagszeitung: Die "Mittelland Zeitung" (MZ) lancierte am Wochenende "Sonntag", ihre siebte Ausgabe. Mit einer Auflage von 240'000 Exemplaren ist es auf Anhieb das zweitgrösste Sonntagsblatt des Landes.
Wegen technischer Probleme wurde ein Teil der Auflage verspätet ausgeliefert, wie die AZ Medien Gruppe mitteilte. Bis Mittag sei der "Sonntag" bei den Abonnenten verteilt gewesen. Die Mehrheit habe die Zeitung indes bis 8.30 Uhr erhalten. 30'000 Exemplare wurden an Kioske in der Schweiz geliefert.
Der "Sonntag" sei ein "Meilenstein in der Geschichte der AZ Medien Gruppe", sagte Verleger Peter Wanner am Samstagabend in Aarau an einem Fest zum Start der neuen Zeitung. Er erwarte den Break Even in "etwa zwei Jahren". Die AZ Medien Gruppe hat die Federführung beim MZ-Verbund. Die erste, durchgehend vierfarbig gedruckte Ausgabe mit fünf Zeitungsbünden zählt ohne Regionalteil 72 Seiten. Die Nachricht vom Fund der Leiche der vermissten Ylenia bestimmte die Titelseite. Im Nachrichtenteil fällt auf, dass die Auslandpolitik kaum ein Thema ist: Die erste Ausgabe brachte einzig längere innenpolitische Berichte.

Der "Sonntag" sei ein "Meilenstein in der Geschichte der AZ Medien Gruppe", sagte Verleger Peter Wanner am Samstagabend in Aarau an einem Fest zum Start der neuen Zeitung. Er erwarte den Break Even in "etwa zwei Jahren". Die AZ Medien Gruppe hat die Federführung beim MZ-Verbund. Die erste, durchgehend vierfarbig gedruckte Ausgabe mit fünf Zeitungsbünden zählt ohne Regionalteil 72 Seiten. Die Nachricht vom Fund der Leiche der vermissten Ylenia bestimmte die Titelseite. Im Nachrichtenteil fällt auf, dass die Auslandpolitik kaum ein Thema ist: Die erste Ausgabe brachte einzig längere innenpolitische Berichte.
Beitrag zur Pressevielfalt
Die Zeitung wolle den Leser "informieren, inspirieren und unterhalten", schreibt "Sonntag"-Chefredaktor Patrik Müller in seinem Editorial. Das Blatt wolle zur Presse- und Meinungsvielfalt beitragen. In Interviews zu Wort kommen Bundesrätin Doris Leuthard und der Chef der Deutschen Bank, Josef Ackermann.
Im Unterschied zu "SonntagsBlick", "SonntagsZeitung" und "NZZ am Sonntag" berichtet "Sonntag" in verschiedenen Regionalteilen ausführlich über das regionale Geschehen in den Kantonen Aargau, Solothurn, beider Basel sowie Zürich und Bern. Das Konzept einer siebten Ausgabe am Sonntag mit Regionalnachrichten verfolgt auch die "Südostschweiz".
BaZ reagiert bereits
Auf "Sonntag" bereits reagiert hat die "Basler Zeitung", die Konkurrentin der zum MZ-Verbund gehörenden "Basellandschaftlichen Zeitung" (bz). Sie erschien am Samstag erstmals mit einem neuen Zusatzbund für das Wochenende. Darin sollen vor allem Familien-, Freizeit- und Lifestyle-Themen abgehandelt werden. (sda)

