Teileinigung zwischen Verleger und Fifa

WM 2006-Medienrichtlinien - Printmedien dürfen WM-Logo verwenden

Der Fussball Weltverband Fifa und der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) haben sich am Freitag auf eine Verwendung von Fifa-Marken in Print-Titeln geeinigt. "Mit der Freigabe der WM-Symbole hat die FIFA anerkannt, welch hohen Stellenwert die Berichterstattung der Zeitungen für die WM 2006 in Deutschland hat", so BDZV-Hauptgeschäftsführer Dietmar Wolff.

Die Teileinigung besagt, dass ab sofort das offizielle Emblem, der WM-Pokal und das Maskottchen der Fussball-Weltmeisterschaft auch zur Illustration redaktioneller Beiträge auf den Titelseiten der Zeitungen abgebildet werden dürfen. Ausserdem dürfen die WM-Marken -- abgegrenzt zu den Anzeigen -- als Gestaltungselement im Sportteil der Zeitungen verwendet werden. Die erweiterten FIFA-Medienrichtlinien zur Logo-Verwendung werden Mitte Dezember auf der FIFA-Homepage http://www.fifaworldcup.com veröffentlicht.

Dennoch pocht der BDZV auf weitere Verhandlungen. Der Bereich der Fotoberichterstattung ist laut Anja Pasquay, Pressesprecherin des BDZV, noch mangelhaft ausverhandelt. "Es waren sich beide Parteien einig, dass weitere Gespräche stattfinden sollen. Beispielsweise ist es derzeit noch nicht erlaubt, Texte über WM-Fotos zu legen und zu veröffentlichen", so Pasquay im Gespräch mit pressetext.

Pasquay hofft in den Verhandlungen, der Fifa die Wichtigkeit der medialen Berichterstattung im Rahmen der WM 2006 klar machen zu können. "Die Medien leisten einen ganz wichtigen Bestandteil rund um die WM. Dies wollen wir entsprechend honoriert bekommen", so Pasquay weiter. Ob der BDZV gemeinsam mit den europäischen Partnern einen weiteren Erfolg erringen wird, bleibt jedoch mehr als fraglich.