Herr Demont, Sie haben 2011 den TV 2.0 Summit ins Leben gerufen. Warum?
Ich setze mich bereits seit einigen Jahren mit der Medien-Start-up-Szene auseinander. Da realisiert man sehr schnell, welche Innovationskraft in der Medienbranche generell, aber auch spezifisch im TV-Bereich international vorhanden ist. Die Schweiz ist ein kleiner Markt mit geringer Reichweite. Er konnte lange Zeit leicht protektioniert werden. In Zeiten der Digitalisierung sinken allerdings die Markteintrittsbarrieren für internationale Marktplayer. Die Idee hinter dem TV 2.0 Summit ist und war unter anderem, mit der Branchenveranstaltung einen Blick über den eigenen Tellerrand zu werfen und eine attraktive Schweizer Plattform für diese Themen und hochkarätige internationale Speaker zu schaffen.
Welche Bedeutung hat der Anlass heute für die Schweizer Medienbranche?
Der TV 2.0 Summit hat kein grosses Medien- oder Vermarktungshaus im Rücken. Er geniesst dadurch eine gewisse Unabhängigkeit und wird nicht als Corporate Event wahrgenommen. Dies wird von den Teilnehmenden sehr geschätzt. Heute ist der TV 2.0 Summit einer der führenden Kongresse in der Schweiz für die TV-, aber immer mehr auch für die Medienbranche generell.
Am TV 2.0 Summit wird jeweils über die Zukunft des Fernsehens diskutiert. Was sind Ihrer Meinung nach die drei Haupttrends?
"On demand": Der TV-Konsument möchte zeitunabhängig die Inhalte schauen, das klassische lineare Konsumverhalten wird nur noch in Form von Live-Events überleben. Ein weiterer Trend ist "Multi Screen Viewing": Der TV-Konsum ist nahtlos auf allen Geräten möglich. Punkt drei ist "Recommendation": Gleichzeitig mit der Zunahme der Content-Angebote wird auch die Big-Data-Thematik anziehen. Der TV-Zuschauer erhält aufgrund seines Konsumverhaltens Empfehlungen für Inhalte, die ihn interessieren könnten. Netflix ist diesbezüglich ein Vorreiter.
Wie schauen Sie selber fern? Nutzen Sie Netflix?
Spielfilme und Serien schaue ich mit Netflix, ja. Live-TV mit Zattoo HiQ. Diese Angebote sind jederzeit auf allen Geräten verfügbar und bieten ein ausgezeichnetes Preis-Leistungsverhältnis.
Zum Schluss: Auf welches Referat freuen Sie sich besonders am 27. November? Warum sollte ich mich jetzt noch anmelden für den Summit?
Besonders gespannt bin ich auf Robert King, Creative Director Video bei bild.de und vormals Kriegsreporter bei Vice News sowie Yaser Bishr, Strategiechef bei Al Jazeera. Beide beschäftigen sich tagtäglich mit der Zukunft des TV. Zudem treten beide erstmals als Speaker in Europa auf. Der TV 2.0 Summit hat eine für die hiesigen Medienveranstaltungen sehr hohe Dichte an internationalen Top-Referenten. Die 250 Teilnehmer aus der nationalen und internationalen Medien-, Kommunikations- und Werbebranche bieten eine ausgezeichnete Networking-Plattform.
Fragen: Seraina Etter
- Anmelden können Sie sich unter: tv2summit.ch/anmeldung