Die Deutsche Telekom hat nach monatelangen Verhandlungen auch die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF mit im Boot für ihr Internetfernsehen (IPTV). Der geschlossene Vertrag umfasse das Digitalangebot der beiden Sendeanstalten, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Bonn mit. Die Telekom überträgt die Programme über ihr neues Hochgeschwindigkeitsnetz VDSL, das in zehn Ballungsgebieten verfügbar ist.
In den VDSL-Ausbaugebieten seien durch die Einbindung von ARD und ZDF nun insgesamt über 100 TV-Kanäle erhältlich. "Die Entwicklung unseres IPTV-Angebots verläuft nach Plan. Das gilt für die Vertragsabschlüsse mit den Sendern wie auch für den technischen Roll-Out", sagte Vorstandsmitglied Walter Raizner der dpa-AFX.
Mit der Senderfamilie ProSiebenSat.1 haben sich die Bonner bereits auf die Übertragung geeinigt, die Gespräche mit der RTL-Gruppe laufen noch. Mit dem schnellen VDSL-Netz schafft die Telekom die Grundlage für ein Bündelangebot, das Telefon, Internet und Medieninhalte enthält. Die Programmpalette umfasst auch die Übertragung von Spielen der Fussball-Bundesliga, bei der die Telekom mit dem Bezahlsender Premiere zusammenarbeitet.