Der umstrittene Terrorismus-Prozess gegen neun Mitarbeiter des arabischen Nachrichtensenders Al-Dschasira ist am Mittwoch in Kairo fortgesetzt worden. Drei der Mitarbeiter sind in Ägypten inhaftiert, gegen die anderen wird in Abwesenheit verhandelt.
Es handelte sich um die zweite Sitzung, nachdem das Verfahren am 20. Februar begonnen hatte (persoenlich.com berichtete). Insgesamt sind 20 Personen angeklagt. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung, beziehungsweise deren Förderung vor. Ausserdem sollen sie "falsche Nachrichten zur Schädigung des Ansehens Ägyptens" verbreitet haben.
Drei der Al-Dschasira-Mitarbeiter - der australische Reporter Peter Greste, der kanadisch-ägyptische Bürochef Mohammed Fahmy und der ägyptische Produzent Baher Mohammed - waren Ende vergangenen Jahres in Kairo verhaftet worden. Zum Auftakt des Prozesses hatten sie sich für nicht schuldig bekannt. Journalisten-Organisationen hatten die Anklage als "absurd" und "politisch motiviert" kritisiert. (sda)