Seit Ende März gibt es die Nachrichtenagentur AP Schweiz nicht mehr. Die Schweizerische Depeschenagentur (SDA) half bekanntlich mit rund 10 Millionen Franken mit, ihre bisherige Konkurrentin aus dem Markt zu räumen.
Möglicherweise macht nun aber die Deutsche Presse-Agentur (DPA) der SDA einen Strich durch die Rechnung, schreibt heute der "Tages-Anzeiger". Demnach bestätigte der Schweizer DPA-Vertreter Martin Jenny, dass sich die DPA den Aufbau eines Konkurrenzdienstes in der Grössenordnung der früheren AP Schweiz überlege. "Wir glauben, dass es in der Schweiz Platz für einen zweiten Dienst hat", wird Jenny zitiert. Mehr sei von ihm nicht zu erfahren gewesen, aus der Hamburger DPA-Zentrale ebenfalls nicht. Dort hiess es lediglich, dass mehrere Anfragen aus der Schweiz vorlägen, weshalb die DPA die Gründung eines Schweizer Dienstes als eine von mehreren Optionen prüfe. Doch sei noch offen, wann darüber entschieden werde.