Red Bull, das ist der Energy Drink, der angeblich Flügel verleiht. Red Bull, das ist mittlerweile aber auch viel mehr: Die intensiven Marketingbemühungen des österreichischen Getränkekonzerns umfassen derzeit unter anderem die Finanzierung von zwei Formel-1-Rennställen, einem Eishockeyclub, drei Fussballmannschaften und Hunderten von Sportlern. 2005 kam mit "The Red Bulletin" eine Zeitschrift hinzu. Ursprünglich als Formel-1-Magazin gegründet, wuchs das Blatt ab Ende 2007 in die Breite sowohl thematisch, wie auch von der Reichweite her.
Ab Ende 2011 ist "The Red Bulletin" in rund einem Dutzend Ländern erhältlich, darunter die USA, Deutschland, Südafrika, Neuseeland, Mexiko, Frankreich, Polen und eben auch die Schweiz. Publiziert wird in der jeweiligen Landessprache, mit einem Mix aus länderspezifischen und internationalen Themen.
"Das Magazin ist der Schlüssel in die Welt von Red Bull und hat gleichzeitig das Ziel, sich vom Marketinganspruch zu emanzipieren", erklärt der Herausgeber, das Red Bull Media House, gegenüber persoenlich.com das Konzept. "Der Fokus des Magazins sind Fans aussergewöhnlicher Geschichten. Menschen, die Spass am Extremen haben, die mehr vom Leben erwarten und es auch das eine oder andere Mal gerne herausfordern." Die Themen sind in den Bereichen Action, Sport, Reisen, Kunst und Musik angesiedelt.
Seit Anfang Oktober liegt "The Red Bulletin", das in einer Auflage von 50'000 Exemplaren erscheint, an rund 300 zielgruppenaffinen Standorten wie Szeneläden, Clubs, Bars oder Fitnesszentren in der gesamten Deutschschweiz kostenlos auf. Ursprünglich liebäugelte der Energy-Drink-Hersteller hierzulande mit einem Beilagen-Modell. Doch die Gespräche mit dem "Tages-Anzeiger" scheiterten angeblich weil Tamedia dafür zu viel Geld verlangte. Auch das Kiosk-Modell wurde - wohl mangels Erfolgsaussichten - verworfen. Dennoch schreibt Red Bull: "Das Ziel des Red Bull Media House und "The Red Bulletin" ist ein Teil davon ist der wirtschaftliche Erfolg." Einnahmen generiert die Zeitschrift durch den Anzeigen- und Aboverkauf. Wer sichergehen will, dass er keine Ausgabe verpasst, kann sich das Heft nach Hause schicken lassen.
Die in Wien stationierte Redaktion wird für die Schweizer Ausgabe von hiesigen Freelancern im Text- und Bildbereich unterstützt. Das erklärte journalistische Ziel: Man will ernst genommen werden, und dies dank der "Qualität der Themen, Schreiber und Fotografen".
Zum Magazin gehört ausserdem eine aufwändig gestaltete iPad App. "Die iPad App ist eine logische Ergänzung", erläutert das Media House gegenüber persoenlich.com. "Die Welt von Red Bull wird erst durch das iPad so richtig rund." Wie rund die ganze Sache mit der Zeitschrift mit Qualitätsanspruch läuft, davon können sich die Schweizerinnen und Schweizer bereits ein Bild machen: Die erste Ausgabe, mit einer Titelgeschichte zum Snowboardfilm "The Art of Flight", ist bereits seit Anfang Oktober im Umlauf, am Dienstag erscheint die Novemberausgabe, unter anderem mit einem Bericht über Formel 1 Crack Sebastian Vettel, einem Interview mit Rapper Stress und Bildern des Bündner Fotografen Gian Paul Lozza. (ads)