Theobald äussert sich zur Zukunft von Facts

Tamedia - "Diesen Herbst werden wir uns ganz intensiv mit Facts beschäftigen."

Im Interview in der Septemberausgabe des Tamedia-Mitarbeitermagazins doppel:punkt äussert sich der Leiter des Bereichs Zeitschriften der Tamedia, Alexander Theobald, zur Zukunft der defizitären Wochenzeitschrift Facts. Diese ist von den umfassenden Restrukturierungsmassnahmen im Bereich Zeitschriften der Tamedia, zumindest bis jetzt, weitestgehend verschont geblieben.

Theobald gibt im Interview unumwunden zu, dass Facts nicht in der Gewinnzone liege, etwa im Gegensatz zur Schweizer Familie. Dorthin wolle man Facts aber führen und zwar in "absehbarer" Zeit. Gegen einen Einwurf von doppel:punkt, man habe bei der Restrukturierung des Zeitschriftenbereichs den Hebel überall angesetzt, nur nicht bei Facts, wehrt sich Theobald: "Das stimmt so nicht. Sowohl bei der Redaktion als auch im Verlag von Facts ist man sich bewusst, dass erheblicher Handlungsbedarf besteht". Und weiter:"Diesen Herbst werden wir uns ganz intensiv mit Facts beschäftigen. Seit August wurden und werden zahlreiche Massnahmen in die Wege geleitet, um das Nachrichtenmagazin wieder auf Kurs zu bringen."

Facts krankt gemäss Theobald an seinem sagenhaften Anfangserfolg. Facts sei sowohl im Leser- als auch im Anzeigenmarkt derart schnell gewachsen, dass der momentane Rückgang nun doppelt weh tue. Man habe wegen des schnellen Erfolges geglaubt, es sei in der Schweiz möglich, ein Nachrichtenmagazin nach anderen Regeln zu verlegen, als dies sonst international funktioniere. Es brauche aber, so Theobald, Jahre bis ein Nachrichtenmagazin akzeptiert werde und rentabel geführt werden könne. Dies würde die Geschichte vergleichbarer Titel zeigen.