Tibeter kritisieren "China-Show"

SF - Heikle Themen hätten im Programm kaum Platz gefunden.

Das Schweizer Fernsehen hat das Jahr der Olympischen Spiele in Peking zwischen dem 3. und 10. Februar mit einem Programmschwerpunkt über China eingeläutet. Wie die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, Amnesty International und die Gesellschaft für bedrohte Völker beanstanden, hätten "leider kritische und politisch heikle Themen wie die Menschenrechte, das Thema Tibet und die Pressefreiheit kaum Platz gefunden". Die Organisationen machten ihrem Unmut über die "grossangelegte China-show" in einem Brief an SF Luft, wie die AZ-Zeitung. Dies berichtet die Zeitung "Sonntag".

Die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft rief ihre Mitglieder auf, an den Ombudsmann zu gelangen, wie Präsidentin Sandra Barry auf Anfrage bestätigte. Laut "Sonntag" hat sich Achille Casanova in seiner Antwort jedoch für nicht zuständig erklärt, weil keine formelle Beanstandung eingegangen sei. Er habe den "Wunsch nach nicht einseitiger Berichterstattung" an den Programmverantwortlichen weitergeleitet.