Die US-Tageszeitung Washington Post hat zwei ihrer Top-Journalisten verloren. Wie John Harris, Politikredakteur, und Jim VandeHei, Inlandspolitikredakteur, bekannt gegeben haben, wechseln sie zu Allbritton Communications. Harris und VandeHei werden Allbritton, das neun regionale Fernsehsender betreibt, beim Aufbau eines internetbasierten, multimedialen Nachrichtenunternehmens unterstützen. Der Abgang von der Washington Post ist ein herber Schlag für die Tageszeitung, die mit sinkenden Auflagenzahlen und Werbeeinnahmen zu kämpfen hat.
Die im Aufbau befindliche, derzeit noch namenlose, multimediale Nachrichtenplattform wird an die neue, von Allbritton herausgegebene Printzeitung The Capitol Leader gekoppelt sein, die heute, Dienstag, zum ersten Mal erscheint. Reporter des Capitol Leader sollen auch im Kabel-TV-Sender Channel 8, der zu Allbritton gehört, berichten. In der Medienbranche wird bereits über eine Migrationswelle weg von Printzeitungen in Richtung neuer, multimedialer Nachrichtenunternehmen gesprochen. Es sei allerdings zu früh bereits von einem Trend zu sprechen, so die New York Times. Frederick J. Ryan, Geschäftsführer von Allbritton, ist aber der Überzeugung, dass das Konzept multipler Medienplattformen die Zukunft des Nachrichtengeschäfts sei.