«Die Erneuerung der Konzession wird die zentrale medienpolitische Auseinandersetzung der nächsten Jahre sein.» Das schreibt die SRG Bern Freiburg Wallis in einer Resolution, die sie am Donnerstagabend an ihrer Generalversammlung verabschiedet hat. Die neue Konzession der SRG soll am 1. Januar 2029 in Kraft treten.
Der Forderungskatalog der Regionalgesellschaft ist der erste öffentliche Positionsbezug aus der SRG-Trägerschaft zur künftigen Konzession. «Wir kommen damit dem Auftrag nach, uns in medienpolitische Debatten einzubringen», erklärt Philipp Schori, Präsident der SRG Bern Freiburg Wallis, gegenüber persoenlich.com. Er hofft darauf, dass sich weitere SRG-Trägerschaften mit ähnlichen oder gleichlautenden Forderungen zu Wort melden werden.
Die regionale Trägergesellschaft richtet sich mit sieben Forderungen an Bundesrat und Parlament. Im Zentrum der Resolution steht die Ablehnung einer konzessionsrechtlichen Einschränkung des SRG-Auftrags auf Information, Kultur und Bildung, wie sie Bundesrat Albert Rösti vorschwebt. Sport und Unterhaltung seien Teil des verfassungsmässigen Leistungsauftrags. Sie schafften Reichweite und stärkten den nationalen Zusammenhalt in einem mehrsprachigen, föderalen Land, schreibt die SRG-Trägerschaft.
Weiter verlangt die SRG Bern Freiburg Wallis die Stärkung der regionalen Verankerung, den Erhalt sprachregionaler Vielfalt sowie ausreichende Finanzierung inklusive Teuerungsausgleich ab 2029. Explizit abgelehnt werden neue Kontrollinstanzen mit erweiterten Sanktionsmöglichkeiten – etwa Geldstrafen – über die bestehende Ombudsstelle und die Unabhängige Beschwerdeinstanz für Radio und Fernsehen (UBI) hinaus.

