Beim der SF-DRS-Sendung "Traumjob" bemängelt der Publikumsrat fehlende Nähe zum Wirtschaftsleben und zum Auswahlverfahren von Führungskräften. Mit dem Einkauf des Formats erziele SF DRS einen Knowhow-Gewinn in der dramaturgischen, formalen und psychologischen Gestaltung und in der produktionstechnischen Arbeit. Mindestens die Einschweizerung der amerikanischen Ur-Sendung "The Apprentice" mit Donald Trump ist gelungen, stellt der Publikumsrat fest.
Die Person Jürg Marquard polarisiert. Wenige Ratsmitglieder sind der Meinung, dass Jürg Marquard exakt zum Konzept der Sendung passe und in seinem Auftreten glaubwürdig sei. Für die meisten hingegen ist er ein Selbstdarsteller, und das zur Schau stellen seines Reichtums wirkt abstossend.
Einige Ratsmitglieder betonen dennoch, dass sie die Sendung gerne anschauen, vor allem auch aus Neugier über die gestellten Aufgaben und über die Gespräche im Boardroom. Auch der Unterhaltungswert des Formats wird nicht in Frage gestellt.
Man dürfe von "Traumjob" nicht einen realistischen Einblick in die Führungsebene moderner Unternehmen erwarten, betont der Publikumsrat, sondern das Format als Unterhaltungssendung anschauen, in der man am Rande auch ein paar plakative Sätze zur Wirtschaft hört.
Einig ist sich die Ratsmehrheit über die Tatsache, dass die Sendung im Vorfeld falsche Erwartungshaltungen bezüglich Realitätsnähe zum Wirtschaftsleben und zum Auswahlverfahren von Führungskräften erweckt hat.
Kurt Felix: Publikumsrat verfehlt seine Aufgabe