Überraschender Abgang beim Strassenmagazin Surprise: Der Verein, der Surprise auf Anfang 2007 übernommen hatte, hat sich mit sofortiger Wirkung von Geschäftsführer Michele Alvaro getrennt. Laut einer Mitteilung von Montag gab es Differenzen über die Neuausrichtung des Projekts Surprise. Hans Ulrich Kunz, Präsident des Trägervereins von Surprise, präzisierte gegenüber der SDA dass der Trennung heftige Auseinandersetzungen zwischen Alvaro und der "Surprise"-Belegschaft vorausgingen, die eine Intervention des Vereins erforderten.
Trotz mehreren Aussprachen habe man sich mit dem nun entlassenenen Geschäftsführer nicht auf eine grundsätzliche Neuausrichtung der GmbH einigen können, die das von Randständigen verkaufte Magazin produziert und vertreibt. Die Geschäftsleitung wird nun interimistisch von Hans Ulrich Kunz übernommen.
Der Trägerverein will aus Surprise ein professionell geführtes KMU machen. Die Pionierphase sei vorbei sagte Kunz, nun brauche es eine Konsolidierung. Alvaro wird unter anderem vorgehalten, dass er das strukturelle Defizit nicht habe beseitigen können und es mit Spendengeldern decken musste.
Surprise muss laut Kunz nun selbsttragend werden. Erreicht werden soll dies unter anderem mit einer Verbreiterung des Zielpublikums und einer Vergrösserung des Absatzgebietes. Zudem wolle man die Verdienstmöglichkeiten der Surprise-Verkaufenden und deren Angebote zur Rückkehr in die Arbeitswelt verbessern.

