Der türkische Verleger Burak Akbay hat im Bieterstreit um die schwer angeschlagene "Frankfurter Rundschau" nachgebessert. Ein Angebot aus Istanbul sei den Gläubigern vorgelegt worden, sagte der Sprecher von Insolvenzverwalter Frank Schmitt, Ingo Schorlemmer, am Dienstag.
"Es ist das erste Angebot von Herrn Akbay, das andere Schreiben per E-Mail war eine Absichtserklärung." Zu Inhalten äusserte sich Schorlemmer nicht. Zuvor war kritisiert worden, die Pläne des türkischen Verlegers seien "zu niedrig" und "nicht akzeptabel". Akbay müsse bei dem angebotenen Kaufpreis ebenso deutlich ausbauen wie bei der Zahlungsweise.
Neben Akbay hat auch die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) Interesse an der angeschlagenen Traditionszeitung gezeigt. Derzeit prüft das deutsche Kartellamt diese mögliche Übernahme. Die "Frankfurter Rundschau" hatte im November angesichts massiver Verluste Insolvenz angemeldet. (sda)