TV ist in der Schweiz omnipräsent

Studie - Neue Technologien verändern TV-Landschaft.

Die neuen Technologien sind daran, die TV-Landschaft zu verändern: Zu diesem Schluss kommt eine repräsentative Befragung der Swisscom Fixnet bezüglich Fernseh- und Internetgewohnheiten in der deutschen und französischen Schweiz. Mittels Telefoninterviews hat Swisscom Fixnet Verhalten, Nutzung und Wünsche rund um TV und Computer aufgenommen.

Die Swisscom Fixnet Umfrage im Rahmen von Bluewin TV zeigt: TV ist in der Schweiz omnipräsent. So gaben 95 Prozent der befragten Personen an, mindestens ein TV-Gerät zu Hause zu haben. 41 Prozent haben sogar zwei oder mehr TV-Geräte und unterdessen ist in jedem fünften Haushalt ein Flachbildschirm darunter.

Nach dem TV Gerät sind der Computer (76 Prozent), der gute alte Videorecorder (69 Prozent), der DVD-Player/Recorder (52 Prozent) und die Spielkonsolen (34 Prozent) die meist genannten Multimediageräte in den Haushalten. Zudem steht bereits heute bei knapp einem Viertel der Befragten (23 Prozent) ein Harddiskrecorder im Wohnzimmer.

Internet verdrängt andere Medien

Die Mehrheit der Befragten schaut täglich fern (55 Prozent) und kommt pro Woche auf einen Konsum von etwa 10.5 Stunden (gewichtetes Mittel) - und das mit Vorliebe im Wohnzimmer (87 Prozent), knapp ein Drittel davon meistens alleine. Deutsch- und Westschweizer beziehungsweise Internetnutzer und -abstinente unterscheiden sich aber signifikant in der Dauer.

In der Deutschschweiz liegt der Wochendurchschnitt bei 9.89 Stunden, in der Westschweiz bei 12.37 Stunden, also etwa 25 Prozent höher. Während Internetnutzer im Schnitt 9.84 Stunden vor dem TV verbringen, sind es bei Personen, die keinen Internetzugang abonniert haben 12.59 Stunden (+28 Prozent). Das Internet scheint als Informations- und Unterhaltungskanal andere Medien zu substituieren.

Videorecorder meist gewähltes Aufzeichnungsgerät

Vergleicht man in der Bluewin-Umfrage die Antworten zur Nutzung der drei Aufzeichnungs- und Abspielgeräte Video, DVD und Harddisk-Recorder (HDR), lässt sich grob folgendes festhalten: Der Videorecorder ist immer noch das meist gewählte Aufzeichnungsgerät (36.4 Prozent gegenüber etwa je 26.5% Prozent für DVD und HDR) und der DVD-Recorder ist das meist genutzte Abspielgerät (45 Prozent gegenüber 23.4 Prozent für Video und 15.5 Prozent für HDR).

TV-Zuschauer als eigener Programmmacher

Mit der Einführung des digitalen Fernsehens und der Möglichkeit, Zeit verzögert fernzusehen, Werbung zu überspringen etc. stellte sich Swisscom die Frage, ob dies auch Bedürfnisse der Zuseher sind. 68 Prozent der Befragten stören sich an Unterbrecherwerbung und Werbung an sich ist für das TV-Publikum die Nummer 1 unter den Störfaktoren (43 Prozent der Nennungen), störender noch als ein schlechtes Programm (Nr. 2 in der Liste mit 14 Prozent).

Die Umfrage ergab weiter, dass es für die TV-Konsumenten nur bedingt wichtig ist, live dabei zu sein. Zwar wollen 37 Prozent der Befragten Sportübertragungen unbedingt live geniessen und organisieren sich so, dass dies möglich wird. Für 51 Prozent hingegen ist der Live-Charakter nicht wichtig, 12 Prozent haben keine Meinung oder es ist ihnen egal. Nur 28 Prozent richten sich ihr Tagesprogramm so ein, dass sie einen Film von Beginn an schauen können, 54 Prozent tun das nicht, 18 Prozent wiederum ist es egal.