TV-Nutzung nimmt schweizweit ab

Mediapulse - Trotzdem wird mehr TV-Werbung konsumiert.

Das Radio ist in der Schweiz nach wie vor das am häufigsten genutzte Medium. 2007 hören täglich 91 Prozent der Bevölkerung ab 15 Jahren Radio. Eine rückläufige Tendenz verzeichnet dagegen die TV-Nutzung: Sie nahm in allen drei Landesteilen ab. Dies gab das Fernseh- und Radioforschungsunternehmen Mediapulse an seiner Medienkonferenz am Donnerstag bekannt.

Täglich sehen zwischen 70 und 72 Prozent der Personen in TV-Haushalten fern. Favorisiert werden dabei -- insbesondere am Abend in der Primetime -- die ersten Programme der SRG. Insgesamt verzeichnen allerdings die ausländischen Programme den grössten Marktanteil. Die Schweizer Privatsender, in ihrer überwiegenden Mehrheit regionale Anbieter, haben einen vergleichsweise kleinen Marktanteil.

Nicht betroffen von der rückläufigen Entwicklung ist die TV-Werbung. Ihre Nutzung nahm gar noch zu. 11 Minuten TV-Werbung schaut sich der Schweizer durchschnittlich an. In der Deutschschweiz betrug die monatliche Ration Werbung 5 Stunden und 25 Minuten, das sind rund 10 Prozent mehr als 2006. Noch mehr TV-Werbung konsumieren die Romands: Sie kommen durchschnittlich fast auf 6 Stunden im Monat.

Beim Medium Radio stiegen gesamtschweizerisch sowohl die Tagesreichweite als auch die Hördauer gegenüber dem Vorjahr. Per saldo steigt die Tagesreichweite in der Suisse Romande, wohingegen der Anstieg der Tagesreichweite im 2. Semester in der Deutschschweiz sich nicht in einem Gesamtanstieg widerspiegelt. Auch in der Svizzera italiana bleibt sie stabil. Die privaten Schweizer Sender verzeichnen in allen drei Sprachregionen ein erfolgreiches Jahr (insbesondere das 1. Halbjahr). Für die SRG SSR ist das 2. Halbjahr erfolgreicher.

Insgesamt bleiben jedoch die Marktverhältnisse der Sendergruppen weitgehend unverändert. Die Programme der SRG SSR vereinen nach wie vor nicht zuletzt aufgrund ihrer geographisch grösseren Ausbreitung die meisten Radiominuten auf sich. Spitzenzeiten über den Tag sind unverändert der frühe Morgen und die Mittagszeit sowie, in geringerem Masse, der frühe Abend.