Was vor zehn Jahren begann, mauserte sich zu einem wichtigen Player im Schweizer TV-Markt: Der Sender 3+ erreicht mit seinen Eigenproduktionen laut eigenen Angaben deutlich über 20 Prozent Marktanteil. Und diese Eigenproduktionen dürften so ziemlich jedem bekannt sein, zumindest dem Namen nach: «Bauer, ledig, sucht…», «Bumann der Restauranttester», «Der Bachelor» oder auch «Die Bachelorette» machen regelmässig von sich reden. Oder besser gesagt, deren Protagonisten sorgen immer wieder für Schlagzeilen.
Grosse Juliäumsparty
Am Mittwochabend feierte sich der TV-Sender 3+ im Zürcher Kaufleuten selbst. An der grossen Gala waren entsprechend einige bekannte Gesichter des Senders anzutreffen, wie die Bachelors Vujo Gavric und Tobias Rentsch, Bachelorette Frieda Hodel oder auch die Moderatoren Marco Fritsche und Christa Rigozzi. Auch andere Persönlichkeiten wie die Fussball-Legenden Gilbert Gress oder Hakan Yakin waren zugegen. 3+-Gründer und Mehrheitsaktionär Dominik Kaiser nahm die Gratulationen zum 10-Jahr-Jubiläum gerne entgegen.
15 Hochzeiten, 368 verteilte Rosen
Nach einem harzigen Start hatte der Sender einen breiten Publikumserfolg mit den Eigenproduktionen. «Bauer, ledig, sucht…» wurde zum ersten Mal vor acht Jahren ausgestrahlt. Heute läuft das Format in der zwölften Staffel. Dabei stimmt nicht nur die TV-Quote, sondern auch die Partnervermittlungsquote: «Bauer, ledig, sucht…» hat bislang zu 15 Hochzeiten, 20 Babies, neun Verlobungen und zahlreichen Liebespaaren geführt.
Apropos Statistik: Auch «Der Bachelor» und «Die Bachelorette» kommen auf interessante Zahlen. So wurden in den vergangenen Sendungen 368 Rosen und 111 «Körbe» verteilt. Es kam – so steht es wörtlich in einer Mitteilung – zu tausenden gebrochenen Herzen und zu exakt 23'673 Küssen.
Die Sendergruppe, zu der die Sender 3+, 4+ und 5+ zählen, stehe auf stabilem wirtschaftlichen Fundament, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Die Gruppe erreicht pro Monat durchschnittlich 2,9 Millionen Zuschauer, schreibt Gewinn und beschäftigt 50 Mitarbeiter. Dazu kommen bis zu 250 Mitarbeiter bei Drittfirmen, wenn es um die Produktion der eigenen Sendungsformate geht. (cbe)