Über 100 Journalisten in Syrien getötet

Syrien - Sechs der Opfer seien Ausländer gewesen, schreibt Reporter ohne Grenzen.

Im Syrien-Konflikt sind nach Angaben der Medien-Organisation Reporter ohne Grenzen bisher mehr als 100 Journalisten getötet worden. Seit Beginn der Proteste gegen Präsident Assad im März 2011 seien 25 professionelle Journalisten und rund 70 "Bürgerjournalisten" umgekommen.

Sechs der Opfer seien Ausländer gewesen, teilte Reporter ohne Grenzen am Donnerstag mit. Ferner würden 14 ausländische und 60 syrische Journalisten festgehalten oder gälten als vermisst. Das Land sei damit derzeit das gefährlichste der Welt für Medienleute. "Bürgerjournalisten" berichten meist ohne Ausbildung etwa für Menschenrechtsgruppen auf Internetseiten über ihre Erfahrungen.

Mit grosser Sorge beobachte Reporter ohne Grenzen auch, dass bewaffnete Rebellen und vor allem militante Islamisten immer öfter Journalisten entführten, hiess es weiter. Auf der Rangliste der Pressefreiheit steht Syrien laut Reporter ohne Grenzen auf Platz 176 von 179 Ländern. Hinter Syrien liegen nur Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea. (sda/rtd)