Überlebenskampf der Genfer Zeitung

"Le Courrier" - Kampagne trägt Früchte.

Die unabhängige Genfer Tageszeitung "Le Courrier" sieht wieder ein wenig Licht am Ende des Tunnels: Die von ihr lancierte Kampagne brachte 170 000 Franken und 336 neue Abonnenten. Damit wird die Zeitung Ende Jahr keine neuen Schulden anhäufen.

"Le Courrier" kämpft schon seit einiger Zeit mit finanziellen Problemen. In der Samstagsausgabe bedankt sich die Redaktion bei den Spendern. Die ursprünglich gesetzten Ziele (150'000 Franken Spenden und 300 neue Abonnenten) wurden sogar leicht übertroffen. Neu zählt "Le Courrier" 9880 Abonnements. Die Redaktion hofft, diese Zahl während der Festtage noch steigern zu können und die Marke von 10'000 Abonnenten zu übertreffen.

Es war nicht zuletzt die Stadt Genf, die einen wichtigen Beitrag zum Überleben der Zeitung leistete. Ende November entschied das Stadtparlament gegen die Stimmen der Bürgerlichen, "Le Courrier" mit 100'000 Franken zu unterstützen. Nach wie vor bleibt die Lage der Zeitung aber heikel, weil ihre Werbeeinnahmen nur gering sind. Wie es in der Samstagsausgabe weiter heisst, sind für 2008 Sparmassnahmen geplant. (sda)