Der erste Verkauf einer deutschen Zeitung an ausländische Investoren ist abgeschlossen: Die Übernahme des Berliner Verlags mit seinem Flaggschiff Berliner Zeitung durch britische und US-Investoren wurde am Donnerstag vollzogen.
Dies teilten die beteiligten Investmentgesellschaften Veronis Suhler Stevenson International (VSS) und Mecom Group mit. Der umstrittene britische Ex-Verleger David Montgomery, Gründer der Mecom, wird Chef des neu geschaffenen Aufsichtsrates, sein Stellvertreter wird der frühere Bertelsmann-Manager Gerd Schulte- Hillen.
Für die VSS betonte Partner Marco Sodi erneut, dass die Investoren an einem langfristigen Geschäft interessiert seien und dieses weiter ausbauen wollten. Der Sprecher der Geschäftsführung des Berliner Verlags, Peter Skulimma, erklärte, mit den neuen Eigentümern biete sich die Chance "die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre auszubauen".
Der Verkauf der Berliner Zeitung an ausländische Investoren war auf massive Kritik gestossen: Politik und Gewerkschaften aber auch die Belegschaft fürchten um die journalistische Qualität und um die Arbeitsplätze der rund 750 Beschäftigten.