Die britische Nachrichtenagentur Reuters nahm die Übernahmeofferte des kanadischen Informationsdienstleisters Thomson über 13 Mrd. Euro an. Damit ist die Bildung des weltgrössten Anbieters für Nachrichten rund um die Wirtschaft perfekt.
Geführt wird das Unternehmen durch den bisherigen Chef von Reuters, Tom Glocer. Ihm werden knapp 49'000 Mitarbeiter unterstehen, die für jährlich umgerechnet rund 17,5 Mrd. Euro Umsatz sorgen sollen. Reuters alleine kommt derzeit auf knapp 17'000 Mitarbeiter weltweit, davon rund 2'400 Journalisten, Fotografen und Kameraleute. Die Übernahme bedarf noch der Zustimmung der Wettbewerbsaufsicht.
Das Geschäft mit Finanzdaten und Nachrichten für Investoren und Medien soll dabei unter dem Markennamen Reuters geführt werden. Die restlichen Einheiten firmieren unter Thomson Reuters Professional. Thomson ist stark auf dem US-Markt vertreten, während Reuters seine Kunden vor allem in Grossbritannien und Mitteleuropa zählt. Von dem Zusammenschluss versprechen sich die Unternehmen innerhalb von drei Jahren Einsparungen in einer Grössenordnung von etwa 370 Mio. Euro.

