Übernahme von BMG abgeschlossen

Bertelsmann - Das Musikrechte-Unternehmen gehört nun ganz dem Medienkonzern.

Die 2008 gegründete BMG war ein Gemeinschaftsunternehmen des deutschen Medien- und Verlagsriesen Bertelsmann und der US-amerikanischen Finanzinvestorengruppe KKR, die 51 Prozent der Anteile besass. Bertelsmann will BMG künftig als 100-prozentige Tochterfirma weiterentwickeln. Alle kartellrechtlichen Genehmigungen seien erteilt worden, so dass die vor einem Monat angekündigte Übernahme abgeschlossen sei, teilte der Konzern am Dienstag mit.

BMG verwaltet die Rechte von mehr als einer Million Künstlern, darunter der Country-Legende Johnny Cash, der US-Rockband "Gossip" und der britischen Gruppe "Duran Duran". Nach Bertelsmann-Angaben ist das Unternehmen das viertgrösste Musikrechte-Unternehmen weltweit und in den acht wichtigsten Märkten tätig. Dazu zählen neben Deutschland auch die USA, Grossbritannien und Frankreich.

Bertelsmann schliesst mit der BMG-Komplettübernahme die Rückkehr in das traditionelle Musikgeschäft ab. Bis 2008 hatte Bertelsmann sich zunächst ganz daraus zurückgezogen und seine Anteile am Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG abgestossen.

2009 gründete der Konzern dann gemeinsam mit KKR die neue Firma BMG, die nach deren eigenen Angaben anschliessend gezielt zu einem vor allem auf den boomenden digitalen Bereich ausgerichteten Rechteverwalter aufgebaut wurde.

BMG ist nach Bertelsmann-Angaben inzwischen "operativ sehr profitabel". Wie viel Geld der Finanzinvestor KKR für seine Anteile bekommt, teilten die beiden Geschäftspartner nicht mit. KKR (Kohlberg Kravis Roberts & Co.) ist einer der weltweit führenden Finanzinvestoren mit einem Anlagevermögen von mehr als 75 Milliarden US-Dollar. (sda)