Die Basler Mediengruppe hat einen Käufer für ihre wenig profitable Zürcher Jean Frey AG gefunden. Ringier wolle das Verlagshaus mit sämtlichen Titeln übernehmen, wie es in einer Pressemitteilung heisst. Die beiden Medienunternehmen seien sich grundsätzlich über diese Transaktion einig. Ein entsprechender Vorvertrag werde bereits unterschrieben. Vor dem definitiven Entscheid müssten noch die Ergebnisse des Due Diligence sowie die Zustimmung der Wettbewerbskommission vorliegen.
Als Grund für den Verkauf nennt die Basler Mediengruppe das zunehmend härtere wirtschaftliche Umfeld und die begrenzten Investitionsmittel. Man wolle sich künftig auf die Herausforderungen konzentrieren, die sich im angestammten regionalen Geschäft stellten.
Zur Jean Frey AG gehören die Weltwoche, die Bilanz, der Beobachter, die TV-Zeitschrift TR7 sowie der Jean Frey Fachmedienverlag, der eine ganze Palette von Spezialzeitschriften für Verbände, Standesorganisationen etc. herausgibt.
In einem Interview mit dem SonntagsBlick unterstrich Verleger Michael Ringier das Synergiepotential. Einzelne Titel müssten sich wohl neu positionieren, es würde aber keiner eingestellt. Auch ein Personalabbau sei "im Moment kein Thema". Den geschätzten Übernahmepreis von 30 bis 50 Millionen Franken wollte der Verleger nicht bestätigen.