Übernahmepoker wie bei der "Weltwoche"

TeleZüri - Ringier und SVPler sollen heisse Kandidaten bleiben.

Beim Verkauf des Zürcher Regional-TV-Senders Tele Züri von Tamedia zeichne sich eine Neuauflage des "Weltwoche"-Übernahmepokers ab, schreibt "Der Sonntag" in seiner neusten Ausgabe. Wie damals stünden die zwei gleichen Bieter in der Endausmarchung, wie aus Verhandlungskreisen zu hören sei: der Grossverlag Ringier und SVP-Kreise um Christoph Blocher. "Den Deal macht entweder Ringier oder der TV-Sender 3+", sagt ein Insider, der in die Verhandlungen involviert sei und der Neuen Helvetischen Bank nahestehe. Ein branchenfremder Bieter werde wohl nicht zum Zug kommen. Die Neue Helvetische Bank hat laut "Sonntag" die Geschäftstätigkeit erst vor drei Monaten offiziell aufgenommen und beschäftigt knapp 30 Personen. VR-Präsident und grösster Einzelinvestor mit 30 Prozent sei Thomas Matter (ein Freund von Christoph Blocher). Zu den weiteren Investoren gehörten Denner-Erbe Philippe Gaydoul und der ehemalige UBS-CEO Marcel Rohner.

Bei Ringier sei zu hören, dass sich die Verlagsmanager sehr wohl bewusst seien, dass es auf einen Zweikampf mit SVP-nahen Kreisen hinauslaufe.