Ueli Maurer fordert Entschuldigung

SRF - Bundespräsident über "10 vor 10"-Crew verärgert.

Bundespräsident Ueli Maurer ärgert sich offenbar über das Schweizer Fernsehen. "Bis auf weiteres werde ich mir jedes Interview mit dem SRF sehr gut überlegen", sagt der Verteidigungsminister zu "SonntagsBlick". 

Auslöser für Maurers Unzufriedenheit ist ein Kameramann von "10 vor 10", den er vergangenen Mittwoch bereits als "Aff" beschimpfte.

Eine Bezeichnung, die der VBS-Chef keineswegs bereut – im Gegenteil. "Als Verteidigungsminister wollte ich mich auf die Gripen-Debatte im Nationalrat konzentrieren", erklärt er. Die TV-Macher hätten seine Bitte, ihn am Morgen nicht zu begleiten, "einfach ignoriert". Und weiter: "Sie verfolgten mich minutenlang, drückten mir die Kamera und das Scheinwerferlicht ins Gesicht".

Er sei gerne bereit, Journalisten Auskunft zu geben. Ihn nach einem Nein so anzugehen, sei nicht akzeptabel, sagt Maurer weiter im "Sonntagsblick".  "Ich habe die '10 vor 10'-Macher aufgefordert, sich bei mir zu entschuldigen. Bis auf weiteres werde ich mir jedes Interview mit dem SRF sehr gut überlegen", so der Verteidigungsminister.

SRF-Sprecher Stefan Wyss sieht die Sache anders. "'10 vor 10" wollte ursprünglich den Bundespräsidenten an diesem wichtigen Tag begleiten", sagt er. Die Absage habe das Nachrichtenmagazin respektiert.

"Der Bundespräsident wurde gefilmt, wie er ins Parlamentsgebäude tritt. Die anwesende Reporterin hat keine Frage gestellt und auch in keiner Weise insistiert. Im Nationalratssaal hat der Kameramann gefilmt, wie der Bundespräsident den Saal betritt", so Wyss weiter. Es handle sich bei beiden Aufnahmen um kurze Sequenzen, wie sie in jeder Session dutzendfach gefilmt werden – und für die es keine speziellen Bewilligungen brauche. ("Sonntagsblick")