er gute Ruf von Ueli Schmezer, Aushängeschild der wirtschaftskritischen Sendung "Kassensturz»", droht Schaden zu nehmen. Wie der "Sonntag" berichtet, hat der TV-Macher eine von der Emmental Versicherung gesponserte Veranstaltung an der Olma moderiert. Es ging um die Verleihung des "AgroPreis 2011". Ueli Schmezer moderierte den Anlass laut Geschäftsbericht "mit viel Witz und Charme". 5'000 Franken betrug sein Honorar. Eigentlich ist es klar und in einem Reglement festgeschrieben: Mitarbeiter des Schweizer Radios und Fernsehens (SRF), die für Info-Sendungen arbeiten, dürfen keine Nebenjobs annehmen, die ihre eigene Glaubwürdigkeit oder diejenige ihrer Redaktion oder ihres Senders touchieren.
Ueli Schmezer sagt, dass es sich beim "AgroPreis" um einen Förderpreis für innovative Landwirte handle. Und er betont, dass die Moderation an der Preisverleihung von seinen Vorgesetzten bewilligt worden sei. Zur Frage der Glaubwürdigkeit sagt er: "Ich übernehme solche Aufgaben nur, wenn ein journalistischer Zugang und meine Unabhängigkeit in Interviews und Moderation garantiert sind." Das sei bei dieser Preisverleihung der Fall gewesen. "Zudem hat mir diese Aufgabe einen Einblick in ein Gebiet gebracht, das immer wieder Thema im Kassensturz ist." Und wenn ein Vertreter der Emmental Versicherung einmal Gast im "Kassensturz" wäre? "Dann würde ich ihn genauso hart befragen, wie es die Zuschauer von mir gewohnt sind." (Sonntag)