Die stufenweise Abschaltung des UKW-Radios in Bayern ist erst einmal vom Tisch. Die berichtet der deutsche Branchendienst dwdl.de.
Im Koalitionsvertrag der alten, neuen Landesregierung (bestehend aus CSU und Freien Wählern) sei der Fortbestand des UKW-Radios bis 2035 festgelegt. Wörtlich heisse es in dem Papier: «Nur mit wirtschaftlich erfolgreichen und gesunden privaten Radioanbietern können wir die einzigartige Medienvielfalt in Bayern auch weiterhin erhalten und nachhaltig stärken. Wir wollen deshalb zusammen mit der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien die UKW-Frequenzen bis zum Jahr 2035 verlängern.» Eine Abschaltung solle es erst dann geben, wenn dies «die wirtschaftliche Tragfähigkeit der privaten Radiobranche» zulässt.
Signalwirkung für ander Bundesländer
Der Entschluss dürfte auch bei anderen deutschen Rundfunkanstalten Signalwirkung haben, handelt es sich bei Bayern um das flächengrösste deutsche Bundesland. 60 bayerische Privatsender hat in einem Schreiben eine Abschaltung der UKW-Sender «fatales Signal» bezeichnet und sich damit gegen eine solche gewehrt.
Auch in der Schweiz sollen die UKW-Sender gemäss einer Verlautbarung von Medienminister Albert Rösti Ende 2026 abgeschaltet werden. Mit einer Petition konnte Radiopionier Roger Schawinski die ursprünglich auf Anfang 2023 geplante Abschaltung hinauszögern, in zwei Jahren soll es aber definitiv der Fall sein. (ma)