Umsätze sinken

ProSiebenSat.1 - Sendergruppe senkt weiter Kosten.

ProSiebenSat.1 verzeichnete im dritten Quartal abermals geringere Umsätze, konnte dies jedoch durch Kostensenkungen kompensieren. So ging der Umsatz von 607,6 Millionen Euro im dritten Quartal 2008 um 7,9 Prozent auf 559,4 Millionen Euro zurück. Nach Steuern und Anteilen Dritter wies der Konzern ein negatives Periodenergebnis von 12,7 Millionen Euro aus (Im dritten Quartal 2008 waren es -10,7 Millionen Euro gewesen). Operativ schreibt der Konzern jedoch weiterhin schwarze Zahlen: Auf vergleichbarer Basis lag das operative Ergebnis vor Einmaleffekten mit 94,4 Millionen Euro um 1,8 Prozent über dem Vorjahreswert von 92,7 Millionen Euro. Die recurring EBITDA-Marge erhöhte sich auf 16,9 Prozent. An der Börse kamen die Zahlen nicht gut an: Aktuell befindet sich die Aktie auf Talfahrt.

Entscheidend für die ProSiebenSat.1-Zahlen sind die Kosten. So konnte die Sendergruppe die operativen Kosten um 49,6 Millionen Euro (-9,6 Prozent) auf 469,2 Millionen Euro senken. Die Herstellungskosten, der grösste Block, gingen im dritten Quartal 2009 um 8,2 Prozent auf 350,1 Millionen Euro zurück. Grund dafür sind vor allem die "effizienteren Strukturen", die man mit der Verlegung von Sat.1 von Berlin nach München schuf. Das ursprüngliche Ziel, die Kosten im Gesamtjahr um 100 Millionen Euro zu drücken, wurde bereits übertroffen. Bei den nun als Zielmarke ausgegebenen 200 Millionen Euro ist man, wie der deutsche Branchedienst Kress vermeldet, auf gutem Weg: In den ersten neun Monaten 2009 betrug der Kostenrückgang bereits 193,2 Millionen Euro.