Der Papiergrosshändler Sihl + Eika hat auch im Jahr 2003 unter der Werbeflaute gelitten. Verkäufe und Umsatz gingen zurück. Auch das Betriebsergebnis schrumpfte deutlich. Dank Sparmassnahmen und weniger Zinslast konnte der Reingewinn gehalten werden.
"Das Jahr 2003 stellt keinen Lichtblick dar", sagte Geschäftsführer Daniel Meier am Mittwoch vor den Medien in Thalwil ZH. Die Papiernachfrage bewege sich parallel zur Konjunktur, und die sei auch im letzten Jahr schwach gewesen. Der Schweizer Papierverbrauch sei vom Höchststand bei 246 Kilogramm pro Einwohner im Jahr 2000 auf 219 kg im letzten Jahr gesunken. Dieser Entwicklung könne sich Sihl + Eika nicht entziehen. Mit 88 300 Tonnen seien 4.4 Prozent weniger abgesetzt worden als 2003. Weil die Preiserosion ungebrochen angehalten habe, sei der Nettoumsatz mit 7.9 Prozent noch stärker auf 182.9 Mio. Fr. zurückgegangen, sagte Meier.
Reingewinn gehalten
Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITD) sei mit einem Minus von 14.7 Prozent "happig tiefer" ausgefallen (11.4 Mio. Franken). Dennoch konnte der Gruppengewinn auf Vorjahreshöhe gehalten werden, wie Meier sagte, ohne Zahlen zu nennen. Dies sei dem Tritt auf die Kostenbremse zu verdanken, was über 1 Mio. Fr. einbrachte.
Massgeblich geholfen habe auch der massive Schuldenabbau in zweistelliger Millionenhöhe, sagte Finanzchef Paul Stadelmann. Dadurch habe Sihl + Eika deutlich weniger Schuldzinsen bezahlen müssen. Zudem seien die Amortisationen weniger umfangreich als im Vorjahr. Die Zahl der Vollzeitstellen ging von 244 auf 236 zurück. "Gesamthaft gesehen, haben wir im Jahre 2003 ein gutes Resultat erzielt", sagte Meier. "Wir sind mit dem Gewinn zufrieden" im Schweizer Vergleich und "mehr als zufrieden" im europäischen Vergleich.
Dosierter Optimismus