Umsatzrückgang und Gewinnsprung

PubliGroupe - Schlechtes Ergebnis der Division PubliPresse.

Der Lausanner Medien- und Werbekonzern PubliGroupe hat im ersten Halbjahr 2003 den Reingewinn auf 32.5 Mio. Franken fast verdreifacht. Der Umsatz des Konzerns hingegen entwickelte sich rückläufig. Im Vergleich zur Vorjahresperiode sank er um 13 Prozent auf 983.7 Mio. Franken. Bereinigt um das per 31. März 2002 abgestossene Online-Geschäft der US-amerikanischen Panoramic Communications ergibt dies einen Umsatzrückgang von 11 Prozent, wie aus einem Communiqué vom Montag hervorgeht.

Der Gewinnsprung sei unter anderem dank der Erholung an den Finanzmärkten und des Wegfalls ausserordentlicher Aufwände möglich. Hervorragende Ergebnisse mit einem Wachstum von 7 Prozent habe die Division PubliDirect (Gelbe Seiten) erzielt, hiess es weiter. Dieses Plus liege wegen der im laufenden Jahr bereits in der ersten Jahreshälfte erscheinenden Telefonbücher über dem Jahresdurchschnitt.

Inserate weiter gesunken

Das Betriebsergebnis verminderte sich indes um 17 Prozent auf 22.1 Mio. Franken. Dieser Rückgang ist vor allem auf das schlechte Ergebnis der Division PubliPresse (Inseratevermittler) zurückzuführen. Hier sank der Umsatz um 13 Prozent. Der Rückgang bei den vier Inseratevermittlern Publicitas, Publimedia, Publimag und Mosse Media war regional verschieden: So lag er in der Westschweiz zwischen -2 und -6 Prozent, in Städten der Deutschschweiz bei bis zu -20 Prozent. Auch der internationale Markt spürte die Rezession: Bei Publicitas Promotion Network, einem Akquisitionsnetz für Pressewerbung, ging der Umsatz um 9 Prozent zurück.

Restrukturierungen

PubliPresse und Publicitas Promotion Network sowie die Führungsebene des Konzerns müssen Kosten sparen: So werden die Restrukturierungen, die vor 15 Monaten begonnen wurden, weitergeführt. Der Personalbestand habe in der ersten Jahreshälfte von 2853 auf 2817 Angestellten abgenommen und werde Ende Jahr unter 2800 sein, sagte CEO Hans-Peter Rohner. Die Bilanz verbesserte sich im ersten Halbjahr weiter. Die Verschuldung sank um 15 Mio. Franken auf 121 Mio. Franken. Dagegen erhöhte sich das Eigenkapital von 356 Mio. auf 387 Mio. Franken.