Unter dem Titel «Deutsche Gründlichkeit» veröffentlichte die Basler Zeitung am 8. September einen Kommentar von David Klein, in dem der Autor die aktuelle Flüchtlingskrise zum Anlass nahm, Angela Merkel mit Adolf Hitler zu vergleichen.
So spricht Klein etwa von Hitler als «Merkels Amtskollege» oder wirft der Bundeskanzlerin vor, dass sie «alljährlich auf den grünen Hügel zu Bayreuth pilgert, um verzückt der Musik des bekennenden Antisemiten Richard Wagner zu lauschen», so wie auch Hitler den Komponisten mochte.
Kleins Beitrag hat in den Kommentarspalten der Zeitung und in den sozialen Netzwerken für Unmut gesorgt. Die Kritiker fanden deutliche Worte. So schreibt etwa Watson-Chefredaktor Hansi Voigt auf Facebook: «Unfassbarer Scheissdreck von der Baz. Nur für Gruselliebhaber!»
Peer Teuwsen, Leiter publizistischer Projekte bei der Neuen Zürcher Zeitung, äusserte sich ebenfalls auf Facebook: «So etwas steht in der Zeitung, die ein Mann verantwortet, den ein paar als Chefredaktor der NZZ sehen wollten.»
Die Aargauer Zeitung schreibt in einem Artikel: «David Klein überschreitet mit seinem Kommentar viele Grenzen.» Auch innerhalb der BaZ-Redaktion hat der Artikel von David Klein für grossen Unmut gesorgt, wie persoenlich.com weiss.
Der Autor David Klein eckt nicht zum ersten Mal an. Im Sommer dieses Jahres hat das Basler Strafgericht Klein wegen Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt, weil er auf Facebook Muslime als «Abschaum», «verkommenes Pack» und die «Nazis von heute» bezeichnet hatte (persoenlich.com berichtete). (lcv)
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