Unger sorgt sich nicht um Osteuropa

Ringier - Konsumenten kaufen trotzt Euro-Schuldenkrise.

In einem Video-Interview, welches Cash.ch anlässliches des WEF in Davos mit Christian Unger führte, gibt der Rigier-Strategiechef Auskunft über die Entwicklungen im Osteuropageschäft. Ringier und Axel Springer haben 2010 das Osteuropa-Geschäft zusammengelegt und betreiben nun ein Gemeinschaftsunternehmen.

Unger sieht in der Schuldenkrise der östlichen Euroländer kein bedrohliches Problem. Er geht nicht davon aus, dass der Absatz durch die schwindende Kaufkraft plötzlich einbrechen wird. „Die Endkonsumenten werden weiterhin für unsere tollen Medienprodukte zahlen“.

Unger erklärt ausserdem, dass das Geschäft in Rumänien noch immer leide und auch Ungarn noch nicht über dem Berg sei. Hingegen sieht er in Polen positive Zeichen einer Stabilisierung. Angesprochen auf die Gerüchte über einen möglichen Börsengang des gemeinsamen Joint-Ventures mit Axel Springer, sagt Unger, dass momentan keine Verkäufe geplant seien. „Wir verfügen momentan über genügend Cash-Flow, um unsere Investitionen über eigene Mittel finanzieren zu können.

In einem Artikel auf Cash.ch und auch in einem Interview mit der NZZ ( persönlich berichtete) sagte Unger, dass das Jahr 2010 für Ringier erfolgreich verlief. Ringier gibt sich zufrieden. "Vor allem wenn man in Betracht zieht, dass der Aufschwung erst im zweiten Halbjahr 2010 begonnen hat. Auch die Kostenmassnahmen haben zu einem sehr guten 2010 beigetragen.“