US-Geschäftsmann Edelman an GV abgeblitzt

Baumgartner Papiers - Prinzip "eine Stimme pro Aktie" abgeschmettert.

Der US-Financier Asher Edelman hat kein Glück mit Baumgartner Papiers: Die Generalversammlung des Papierkonzerns hat am Mittwochnachmittag seinen Vorschlag, die Stimmrechtsbeschränkung von 3 Prozent durch das Prinzip "eine Stimme pro Aktie" zu ersetzen, klar abgelehnt. Bereits im Vorfeld der GV war Edelman mit seinem Vorschlag abgeblitzt, eine aussordentliche GV einberufen zu lassen. "Herr Edelman hat uns den Beweis nicht erbringen können, dass er mehr als 10 Prozent der Aktionärsstimmen vertritt", sagte der Präsident des Verwaltungsrates, Jacques Baumgartner, vor den versammelten Aktionären im Lausanner Palais de Beaulieu. Nicht anwesend war allerdings Asher Edelman selber.

Trotzdem kam unter Traktandum 6 sein Antrag zur Aufhebung der Stimmrechtsbeschränkung auf 3 Prozent zur Diskussion und Abstimmung. Edelman hatte seine Forderung "eine Aktie, eine Stimme" damit begründet, dass Investoren ihre Interessen in einer Aktiengesellschaft proportional zu ihrem wirtschaftlichen Engagement wahrnehmen können.

VR-Präsident Baumgartner verteidigte die 3-Prozent-Klausel vor allem als Schutz vor der Einflussnahme durch einen einzigen Aktionär oder einer Aktionärsgruppe, deren Interessen sich "nicht unbedingt mit jenen des Unternehmens decken müssen." Es könne nicht angehen, dass eine Investorengruppe die Kontrolle über ein Unternehmen übernehmen könne, um dies dann anschliessend auszuhöhlen. Die Aktionäre folgten der Argumentation Baumgartners und schickten den Antrag Edelmans mit 67 749 Stimmen bachab. Der Antrag Edelmans erhielt keine einzige Stimme, während 3912 Enthaltungen registriert wurden.

"Wir sind nicht erstaunt über das Resultat", sagte Stephen McAllister, Pressesprecher der Edelman-Gruppe, auf Anfrage gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Die Gruppe um den US- Geschäftsmann Edelman zähle darauf, eine ausserordentliche GV "in Kürze" überzeugen zu können, sagte McAllister.