US-Korrespondent «vor Nervenzusammenbruch»

SRF - Roger Aebli musste am Samstag eine Liveschaltung in der Tagesschau Spezial nach einem Migräneanfall abbrechen. Am Sonntag stand er wieder vor der Kamera.

von Sandra Porchet

Am Samstag strahlte SRF um 12.45 Uhr eine «Tagesschau Spezial» zum US-Angriff in Venezuela aus. US-Korrespondent Roger Aebli sollte über die Ereignisse live berichten. Er konnte jedoch die Frage von Moderator Florian Inhauser nicht beantworten. «Ich bin kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Ich hatte es dir geschrieben», sagte der Journalist, der seit dem Sommer in New York stationiert ist, vor der Kamera.

Inhauser übernahm daraufhin das Wort wieder und bemerkte: «Da ist jemand offensichtlich überarbeitet. Das kann passieren in Zeiten, wo sich die Ereignisse überschlagen». Er übergab dann das Wort an Karen Naundorf, Südamerika-Korrespondentin von SRF. Der Ausschnitt ist online nicht mehr verfügbar.

Was war da passiert? «Kurz vor der Liveschaltung hatte Roger Aebli einen Migräneanfall», erklärt Stefan Reinhart, Leiter Auslandkorrespondenten von SRF, auf Anfrage. Deshalb habe er sich nicht ausreichend konzentrieren können. In der Hauptausgabe der Tagesschau analysierten Karen Naundorf und Thomas von Grünigen, publizistischer Leiter Ausland, die US-Operation in Venezuela.

Roger Aebli ging es bereits am Sonntag wieder gut. «Er ist wieder voll einsatzbereit», so Reinhart. Der US-Korrespondent war in der «Tagesschau Spezial» um 12.50 Uhr wieder im Einsatz.