US-Presse fehlerhafter denn je

Studie - Verhältnisse in Europa kaum besser.

61 Prozent der Berichte über Lokales und Features in den amerikanischen Zeitungen sind nicht fehlerfrei. Dies belegt eine Studie, die Scott R. Meier von der University of Oregon im Journalism and Mass Communication Quarterly vorgelegt hat. Für die Studie wurden 4800 Artikel aus 14 Zeitungen denjenigen Personen und Institutionen vorgelegt, die im Beitrag als wichtigste Quelle genannt wurden.

In den Studien, die seit Mitte der sechziger Jahre durchgeführt werden, lag die Fehlerquote bisher zwischen 40 und 60 Prozent. Doch, so die NZZ, müsse man berücksichtigen, dass die Quellen oft zu sehr ins Geschehen involviert seien, als dass sie den Wahrheitsgehalt der Berichterstattung unabhängig bewerten könnten. In den USA ist jedoch auch gängig, dass die Redaktionen Fehler regelmässig und freiwillig berichtigen. Dies, damit die eigene Glaubwürdigkeit aufrecht erhalten werden kann.