US-Regierung lässt Zeitungsbranche im Stich

Washington - Rettungsplan abgelehnt.

Die US-Regierung hat einen Rettungsplan für die Zeitungsbranche abgelehnt. Präsident Barack Obama sei zwar von der Notwendigkeit einer starken freien Presse überzeugt, sagte Regierungssprecher Robert Gibbs. Das Weisse Haus könne in diesem Bereich nichts unternehmen. Das Sterben von Zeitungen in vielen Gebieten und Städten in den USA sei dennoch "besorgniserregend und traurig", räumte Gibbs am Montag in Washington ein. In den vergangenen Monaten haben eine Serie von Zeitungspleiten und Insolvenzverfahren den US-Medienmarkt erschüttert.

Grosse Tageszeitungen etwa in Denver und Seattle mussten komplett schliessen, andere stehen unter Gläubigerschutz. Ihnen macht die gegenwärtige Konjunkturkrise zu schaffen, generell aber auch die Abwanderung von Anzeigenkunden ins Internet. Die "New York Times"-Gruppe konnte am Montag die drohende Schliessung der Traditionszeitung "Boston Globe" vorerst abwenden. Die Gewerkschaften akzeptierten einen weitreichenden Sparplan. Der "Boston Globe" könnte in diesem Jahr einen Verlust in Höhe von 85 Millionen Dollar einfahren. (sda) (sda