Die "New York Times" verzeichnet im 2009 einen Gewinn von rund 20 Millionen US-Dollar eingefahren. Dies im Gegensatz zum Vorjahr, als das Traditionsblatt noch einen Verlust von 57,8 Millionen Dollar verbuchte. Pro Aktie beläuft sich der Gewinn auf 44 Cent, was 6 Cent über der Prognose der Analysten liegt und den Wert von 2008 um 8 Cent übertrifft. Diese positive Entwicklung sei jedoch nur durch harte Einsparungen und Restrukturierungsmassnahmen möglich geworden, wie horizont.net schreibt. So wurden die operativen Kosten im vergangenen Jahr um 475 Millionen Dollar gesenkt und hunderte Jobs gestrichen.
Aufatmen kann die "New York Times" aber noch nicht. CEO Janet L. Robinson prognostiziert, dass der Printwerbemarkt im 1. Quartal 2010 weiter schrumpfen wird, wenn auch nicht mehr so rasant wie im letzten Jahr. Anzeichen für eine leichte Verlangsamung des Rückgangs sind bereits vorhanden. Im 4. Quartal 2009 gingen die Werbeeinnahmen um 17,1 Prozent zurück. In den ersten drei Quartalen belief sich das Minus auf 30 Prozent. Hoffnung setzt die "New York Times" gemäss dem Branchenportal in Paid Content. Im Januar sollen erste Schritte in diese Richtung erfolgen. Allerdings dürfen die Erwartungen nicht zu hoch geschraubt werden. Wie die Unternehmensführung einräumt, werden Bezahlinhalte keine zentrale Einnahmequelle werden.