Zur klaren Botschaft der Neuen Zürcher Zeitung gehört eine einheitliche Schreibweise. Seit Jahrzehnten bestehen daher bei der NZZ Vorgaben und Einzelvorschriften zu zahlreichen orthographischen, grammatischen und typographischen Zweifelsfällen. Dieser sprachlich-technische Leitfaden wird nach sorgfältigen Abklärungen laufend angepasst und ergänzt. Bisher fand er indessen nur intern Verwendung.
Nun ist das Vademecum, dem Bestseller New York Times Manual of Style and Usage nachempfunden, erstmals im Handel erhältlich. Es vereinigt alle zurzeit gültigen hauseigenen Regeln und Weisungen. Massgebend für Rechtschreibung und Grammatik der NZZ ist wohl grundsätzlich der Duden. Doch weicht die Zeitung von den dort festgelegten Normen ab oder ergänzt sie, wo das Empfinden, wo schweizerischer Sprach- und Schreibgebrauch dies nahe legen. Auch darüber gibt das Vademecum Auskunft.
Mit dem Siegeszug des Computers reichen ausgezeichnete Sprachkenntnisse nicht aus, nötig sind auch Grundkenntnisse der Typographie, beispielsweise wann, wo und warum ein Festabstand zu erfassen ist und dergleichen mehr. Das Vademecum dient da als Hilfe. Sauberkeit und Genauigkeit im sprachlichen und typographischen Denken stärken das Vertrauen der Leserschaft in den Inhalt des Blattes. Ein eigenes Kapitel des 160 Seiten starken Vademecums ist schliesslich der Anpassung der neuen Regeln der deutschen Rechtschreibung an den internen Gebrauch gewidmet.