Die NZZ-Gruppe hat im Geschäftsjahr 2004 die im Vorjahr begonnene Erholung fortsetzen können. Der Umsatz hat primär konsolidierungsbedingt um 18.6 Prozent auf 547.0 Mio. Franken zugenommen, wie mitgeteilt wird. Das Betriebsergebnis beträgt 16.1 Mio. Franken, nachdem im Jahr zuvor noch ein Verlust resultiert hatte.
Der Reingewinn vor Minderheitsanteilen erreichte 21.7 Mio. Franken, der den Aktionären zustehende Gewinn 12.8 Mio. Franken. Daraus wird der Generalversammlung vom 16. April die Auszahlung einer Dividende von 300 Franken pro Aktie beantragt, womit rund 10 Prozent des Gewinns ausgeschüttet werden.
NZZ AG verharrt noch in Verlustzone
Die Rechnungen der Jahre 2003 und 2004 seien nur beschränkt miteinander vergleichbar. Im Berichtsjahr schied einerseits die Beteiligung an der Bund Verlag AG aus dem Konsolidierungskreis aus, anderseits wurde die LZ-Medien-Gruppe ("Neue Luzerner Zeitung") erstmals in der konsolidierten Rechnung der NZZ berücksichtigt, nachdem Mitte 2004 die Beteiligungsschwelle von 50 Prozent überschritten worden war.
Der Effekt dieser Veränderung im Konsolidierungskreis habe in einer deutlichen Zunahme des Gruppenumsatzes sowie einer noch markanteren Verbesserung der Ertragsgrössen bestanden. Nicht oder noch nicht im Konsolidierungskreis niedergeschlagen hätten sich die Umsetzung der Regionalzeitungsstrategie der NZZ im Grossraum Zürich sowie die Ausgliederung des Druckbereichs und die Zusammenarbeit mit Publicitas im Inseratenbereich.
Operativ habe die Neue Zürcher Zeitung weitere Ertragsfortschritte gemacht, und der NZZ am Sonntag sei es gelungen, Auflage sowie Marktanteil zu steigern und die Anlaufverluste mehr als zu halbieren. Gleichwohl verharre die Neue Zürcher Zeitung AG, welche neben diesen beiden Titeln auch NZZ Online, NZZ Format und NZZ Folio betreibt, noch in der Verlustzone.
Erfreuliche Entwicklung in St. Gallen
Erfreulich hätten sich die Aktivitäten in St. Gallen entwickelt; der Cashflow konnte auf gutem Niveau weiter gesteigert werden. Auf der mittlerweile auf 40 Prozent reduzierten Beteiligung an der Bund Verlag AG mussten keine Verluste hingenommen werden.