Die "Basler Zeitung" hält an ihrer Darstellung einer angeblich skandalösen Reise der Geschäftsleitung des Basler Bau- und Verkehrsdepartements (BVD) nach Stockholm fest. Dies schreibt sie im Anschluss an eine Gegendarstellung, die am Samstag abgedruckt worden ist.
Wie die "Schweiz am Sonntag" schreibt, hat das Departement nicht gewusst, dass die Zeitung weiterhin an ihrer Darstellung festhält. Caroline Barthe, Leiterin des Generalsekretariats, erklärt gegenüber der Zeitung, dass deshalb zivilrechtliche Schritte durch einzelne genannte BVD-Mitarbeiter vertieft geprüft würden. Weiterverfolgt werde auch die Idee, dem Presserat den Fall vorzulegen.
Rückblick
In der Dienstags-Ausgabe hatte die BaZ unter dem Titel "Das Schwedenreisli des Hans-Peter Wessels" behauptet, dass das BVD-Kader sich bei einer Reise nach Stockholm auf Staatskosten von den Partnern begleiten lasse und in einem Luxushotel für 370 Franken pro Nacht logiere. Die abgedruckte Namensliste mit den 36 Teilnehmern sollte als Beweis dienen. Damit werde, so die BaZ, das Reisebudget von 13'000 Franken überstiegen. Noch am selben Tag veröffentlichte das BVD seinerseits eine Medienmitteilung: Laut dieser nehmen keine Partnerinnen und Partner an der Klausurtagung teil. Zudem handle es sich bei der Namensliste lediglich um die Gästeliste für das Weihnachtsessen 2013. Auch die Hotelpreise stimmen laut BVD nicht: Der durchschnittliche Zimmerpreis betrage 172.45 Franken pro Nacht und nicht 370. Allfällige Mehrkosten würden privat bezahlt.
Am Mittwoch folgte dennoch ein weiterer BaZ-Artikel, in welchem mehrere Parlamentarier Aufklärung verlangen. In einem Satz wird erwähnt, dass das BVD die Anschuldigungen dementiere, die Redaktion aber an ihrer Darstellung festhalte.
Am Samstag krebste die BaZ dann zurück und druckte die Gegendarstellung von Hans-Peter Wessels' Baudepartement auf der Frontseite des Regionalteils ab. Mit der Gegendarstellung wird klar, dass sich die BaZ auf eine falsche Liste bezog. Die Redaktion hält laut SaS trotz allem - und zur Überraschung des BVD - weiterhin an ihrer Darstellung fest, weshalb die Fronten verhärtet bleiben. (SaS/set)