Verkauf der Print-Sparte geplant

Time Warner - Weiterer Geschäftsbereich vor Veräusserung.

Wie die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf "Businessweek" schreibt, plant der amerikanische Medienkonzern Time Warner aus dem Printbereich auszusteigen. Nachdem das Unternehmen zuerst sein Kabelgeschäft aufgespaltet habe, werde es nun die Printsparte, zu der Medien wie das "Time Magazine", "Sports Illustrated" oder "People" und zwanzig weitere Titel gehören, veräussern, sagte Gordon Crawford, Geschäftsführer des grössten Warner-Aktionärs Capital Group, bei einer Diskussion an der University of Southern California.

Gleichzeitig plane man jedoch Zukäufe im Unterhaltungsgeschäft, die "nicht weit entfernt von den Kernkompetenzen" anzusiedeln seien. Time Warner reagiert damit auf die Entwicklungen des Marktes: Im zweiten Quartal war der Umsatz des Printbereichs wegen des Einbruchs der Werbeeinnahmen um 22 Prozent auf 915 Millionen Dollar zurückgegangen. Die Capital Group hält acht Prozent an Time Warner.