Verlag entschuldigt sich

Daily Mirror - Die britische Boulevardzeitung hörte Handys von Prominenten ab.

Der Eigentümer der britische Boulevardzeitung "Daily Mirror" hat sich für das Abhören privater Handys Prominenter entschuldigt. Ein solches Verhalten stelle "ein unberechtigtes und inakzeptables" Eindringen in das Privatleben dar und "hätte nicht passieren dürfen".

Das schrieb die Verlagsgruppe Trinity Mirror auf Seite zwei der Freitagausgabe des "Daily Mirror". "Wir nutzen die Gelegenheit uns bei jedem einzelnen Opfer zu entschuldigen", schrieb die Gruppe. Zudem erkläre das Unternehmen, die Gesamtsumme der Entschädigungen für die Opfer des Lauschangriffs sei von umgerechnet 5,7 Millionen auf 17 Millionen Franken angehoben.

Trinity Mirror hatte sich mit mehreren Opfern geeinigt, deren Mailboxen Journalisten abgehört hatten, darunter der ehemalige Trainer der englischen Fussballnationalmannschaft Sven-Göran Eriksson und das ehemalige Kindermädchen von Ex-Fussballer David Beckham und seiner Frau Victoria. Acht weitere Fälle werden ab dem 2. März vor dem Obersten Gerichtshof verhandelt.

Zur Verlagsgruppe Trinity Mirror gehören die Zeitungen "Daily Mirror", "Sunday Mirror" und "Sunday People". Im Juli 2011 war bekannt geworden, dass der "Daily-Mirror"-Konkurrent "News of the World" jahrelang die Mailboxen von Prominenten abgehört hatte. Das Blatt wurde daraufhin eingestellt. (sda)