Die traditionsreiche Emigrantenzeitung Aufbau aus New York hat wieder eine Zukunft: Die Zürcher Jüdische Medien AG (JMAG) hat die Verlagsrechte an der 1934 in New York gegründeten deutschsprachigen Emigrantenzeitung gekauft. Das Blatt ist seit vergangenem März nicht mehr erschienen und Stand vor dem Konkurs. Von Januar 2005 an wird es nun als neu konzipiertes Monatsmagazin weitergeführt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte.
Die JMAG gehört je zur Hälfte den Verlagen Basler Zeitung Medien und Zürcher Serenada Verlag AG. Sie ist ein jüdisch-christlicher Verlag und finanziert sich über Inserate und Abonnements. Die JMAG gibt bereits die deutschsprachige Wochenzeitung Tachles -- laut Verlag die einzige unabhängige jüdische Zeitung in deutscher Sprache - und das französischsprachige Monatsmagazin Revue Juive heraus.
Mit der Akquisiton von Aufbau verschmelzen gemäss Verlag zwei publizistische Traditionen: Tachles und Aufbau beziehungsweise ihre Vorgänger-Produkte haben ihre Wurzeln in Berlin und "haben über Jahrzehnte einen politisch liberalen Journalismus betrieben und sich als kosmopolitische jüdische Stimme verstanden". Zu den Autoren gehörten Thomas Mann, Albert Einstein und Hannah Arendt.