Wie Blick unter Berufung auf das engste Familienumfeld berichtete, starb der Gründer und Inhaber der Marquard Media Gruppe am Montag in Zürich. Er hinterlässt seine Ehefrau Raquel und fünf Kinder.
Der gebürtige Urdorfer lancierte 1965 als 20-Jähriger mit wenigen Tausend Franken Startkapital die Jugendzeitschrift Pop, später bekannt als Pop/Rocky, und schaffte 1981 mit Cosmopolitan den Durchbruch; 1993 galt er als bestverdienender Schweizer Verleger.
Auch im Fernsehen war Marquard präsent: 2005 stand er als Produzent und Protagonist der Sendung «Traumjob» vor der Kamera, ab 2019 investierte er als Löwe in «Die Höhle der Löwen Schweiz». Von 1970 bis 1974 moderierte Marquard zudem die Schweizer Radio-Hitparade, was ihm den Übernamen «Mister Pop» einbrachte; in dieser Zeit verkehrte er auch mit Musikgrössen wie Jimi Hendrix.
Rund 30 Jahre lang führte er die Marquard Media AG von Zug aus, zuletzt mit über 70 Medienprodukten in 18 Ländern, und verzichtete bewusst auf einen Börsengang, um autonom entscheiden zu können. Auch die Mister-Schweiz-Organisation gehörte zeitweise zu seinem Portfolio. «Es ging mir nie um Macht und Einflussnahme», sagte er 2011 der Neuen Luzerner Zeitung. Das Magazin Bilanz bezifferte sein Vermögen zuletzt auf 300 bis 400 Millionen Franken. (nil)