Verleger Marquard investiert nicht

.ch - Österreicher Verlegerfamilie engagiert sich im Gegenzug.

Der Schweizer Verleger Jürg Marquard beteiligt sich nicht am Gratiszeitungsprojekt .ch. Zu den privaten Investoren gesellte sich an seiner Stelle die Innsbrucker Verlegerfamilie Moser, die grösste Gratiszeitungs-Herausgeberin in Österreich.

"Jürg Marquard hat sich ein Engagement überlegt. Wir waren uns aber über die Kräfteverhältnisse nicht einig", bestätigte .ch-Gründer Sascha Wigdorovits einen Bericht des SonntagsBlick und der NZZ am Sonntag. Auf die Finanzierung der neuen Gratiszeitung, die erstmals am 19. September erscheinen soll, habe der Entscheid keinen Einfluss.

Hinter dem Projekt stehen private Investoren aus der Schweiz und dem Ausland. So sitzt beispielsweise Andy Rhis, Gründer des Hörgeräteherstellers Phonak, im Verwaltungsrat der Verlagsgesellschaft. Der ehemalige Blick-Chefredaktor und 20 Minuten-Gründer Sascha Wigdorovits fungiert als Verwaltungsrats-Delegierter.

Mit .ch drängt Wigdorovits auf den Morgenmarkt der Gratiszeitungen. Er konkurrenziert 20 Minuten. Die Zeitung, die von einer 38-köpfigen Redaktion hergestellt wird, soll mit einer Startauflage von 430 000 Exemplaren erscheinen -- und dies jeweils von Montag bis Freitag. (sda)