Zusammen mit den vier Journalistenverbänden (Impressum, comedia, Syndikat Schweizer Medienschaffender und Konferenz der Chefredaktor/innen) soll der Verband Schweizer Presse/Presse suisse/Stampa Svizzera neu ab dem 1. Januar 2008 die Trägerschaft der Stiftung "Schweizer Presserat" bilden. Dies ist der Stand per Ende April 2007 bei den Verhandlungen über die Erweiterung der Trägerschaft der Stiftung "Schweizer Presserat"
Ebenfalls ihr Interesse an einem Beitritt zur Trägerschaft -- nach einer Einigung zwischen der Stiftung "Schweizer Presserat" und den Verlegern -- hat bereits letztes Jahr die SRG SSR idée suisse angekündigt. Entsprechende Verhandlungen stehen an, wie die Stiftung Schweizer Presserat zum Verhandlungsstand Ende April mitteilt. Im folgende einige wichtige Punkte in der provisorischen Vereinbarung.
Gemeinsame Protokollerklärungen zum medienethischen Kodex
Weiter hat man sich in den Verhandlungen auf gemeinsame Protokollerklärungen geeinigt. Sie sollen es ermöglichen, den historisch gewachsenen Journalistenkodex in unveränderten Wortlaut zu übernehmen. Dessen umstrittene oder unklare Bestimmungen werden dabei mit Blick auf die konkrete Tätigkeit des Presserates für den Presserat verbindlich und für die Trägerverbände akzeptabel interpretiert.
Mit ihrem Beitritt zur Trägerschaft der Stiftung Schweizer Presserat anerkennt Schweizer Presse den Presserat als Organ der Selbstregulierung für den redaktionellen Teil der Medien. Ferner bekennen sie sich zu Normen und Praxis des Journalistenkodex. Dessen ethisch verbindlichen Normen sind aber rechtlich nicht durchsetzbar.
Schweizer Presse wird zudem dazu verpflichtet im Rahmen ihrer Möglichkeiten darauf hin zu wirken, dass die berufsethischen Normen der "Erklärung der Pflichten und Rechte der Journalistinnen und Journalisten" und die Praxis des Presserates fester Bestandteil der Aus- und Weiterbildung werden.
Künftige Zusammensetzung des Stiftungsrats / Finanzierung
Mit ihrem Beitritt zur Trägerschaft nehmen die neuen Träger auch Einsitz im Stiftungsrat. Die bisherigen Träger haben darin nach wie vor die Stimmenmehrheit. Den neuen Trägern wird jedoch eine Sperrminorität bei wichtigen Entscheiden eingeräumt.
Die neuen Träger sollen -- zusätzlich zu den Beiträgen der bisherigen Trägerverbände -- ihrer Vertretung im Stiftungsrat entsprechende jährliche Zuwendungen an die Betriebskosten der Stiftung Schweizer Presserat leisten. Hinzu kommt eine einmalige Zuwendung an das Stiftungskapital. Schweizer Presse empfiehlt seinen Mitgliedern zudem, die Stiftung Schweizer Presserat zusätzlich individuell finanziell zu unterstützen.