Verleger sollen Kriegsbeil begraben

Armin Walpen - SRG-Generaldirektor propagiert Zusammenarbeit.

Nachdem SF DRS im Dezember sein ausgebautes Newsportal im Internet aufgeschaltet hatte, attackierte die Schweizer Presse die SRG. Die Verleger warfen der SRG vor, sich nicht an die angekündigte Added-Value-Strategie zu halten, bezichtigen sie des Wortbruchs und reichten beim Bakom Anzeige ein. Harmonischere Töne schlägt im Gegenzug SRG-Generaldirektor Armin Walpen an: An einem Podiumsgespräch der SRG in Zürich appellierte Walpen vergangene Woche an die Verleger, das Kriegsbeil zu begraben. Die SRG und die Schweizer Presse müssten aufhören, einander misstrauisch zu beäugen und einander Hindernisse in den Weg zu legen.

Walpen verglich die heutige Situation für die Verleger und SRG mit jener aus Nordamerika vor 150 Jahren: Die Indianer hätten sich da gegenseitig bekämpft und beinahe ausgerottet. Dabei hätten sie nicht bemerkt, dass neue Kontrahenten aufgetaucht seien. SRG und Verleger müssten heute aufpassen, nicht den selben Fehler zu begehen, so Walpen. "Die SRG muss im Online-Bereich aktiv sein", so seine Botschaft. Ansonsten gerate die SRG in zehn bis fünfzehn Jahren in eine schwierige Situation.